zeugniss

Wie ich Jesus Christus kennen lernte

Inhaltsverzeichnis:

1. Kindheit     
2. Vorprägung     
3. Grundeinstellung    
4. Jugend/Glaubensabfall
5. Der Weg in die Besessenheit
6. Ein neuer Lichtblick
7. Das Urteil Gottes auf mir 
8. Im Angesicht des Teufels
1. Kindheit 
Ich bin in der Stadt Leer geboren und in dem Ort Filsum aufgewachsen. Meine Kindheit würde ich als vergleichsweise normal bezeichnen. Was das geistliche angeht, bemerkte ich früh, dass es große Unterschiede bei den Meinungen über kirchliche Dinge gab. Einfache Sachen wie das Gute Nacht Gebet, der Kindergottesdienst und die gelegentlichen Bibellesungen meiner Oma hatten einen recht festen Platz in meinem Leben während dies bei vielen anderen Kindern schon vom Elternhaus her eher als Überflüssig angesehen wurde. Zum Konfirmandenunterricht kamen die Kinder des Dorfes dann aber wieder zusammen, denn das war leicht verdientes Geld. Ich erinnere mich, dass nicht auch zuletzt durch den schulischen Religionsunterricht der Gedanke, dass wir alle (Muslime, Christen, sonstiges..) an einen Gott glauben täten über allem schwebte. Ich erinnere mich an eine kurze Zeit in der Grundschule, in der ich das übernahm, dann aber schnell merkte, dass das nicht sein kann..  
2. Vorprägung 
Auch ich ging in den Konfirmandenunterricht und durchlief den normalen Werdegang eines Evangelisch-Lutherischen Kirchenmitgliedes. Ich habe nicht den wirklich direkten Vergleich zu einem Menschen, dem von Anfang an erzählt wurde, dass es keinen Gott gäbe. Für mich gab es Ihn immer irgendwo und es entspricht einfach nicht meiner Logik an eine Zufällige Schöpfung zu glauben. Jedoch war es nicht so, dass mich die Kirche angezogen hat und ich denke irgendwie, dass der Konfirmandenunterricht für mich genauso wie für die anderen einfach nur eine nervige auswendig Lernerei von Liedern und Versen war. In meinem Fall war es so, dass ich parallel immer wieder mit einer Freikirche zu tun hatte, sodass ich bemerkte, dass es bedeutende Unterschiede vom Glauben der Volkskirche zu dem gab, was ich dort erfuhr. Zum Beispiel spielte die persönliche Beziehung zu Jesus und die bewusste Entscheidung für ein Leben mit Ihm eine Rolle. 
3. Grundeinstellung 
Als ich mit 12 Jahren einmal direkt darauf hingewiesen wurde, doch Jesus mein Leben zu geben, tat ich das durch ein sogenanntes Übergabe Gebet. Mir gefiel der Gedanke, dass Jesus uns in den Himmel bringt und ich konnte das auch soweit glauben und wenn er das extra gesagt bekommen musste, dann sollte ich das besser tun...denn ich wollte doch natürlich in den Himmel. Es war etwas seltsam, dass dann vor den anderen Jugendlichen zu erzählen als sogenanntes Zeugnis, weil ich nicht so Recht wusste, was nun anders als vorher war.. Ich verstand einfach noch nicht richtig was eigentlich eine Bekehrung ist. Erst danach kam dann der Konfirmandenunterricht und meine Jugendzeit..
4. Jugend / Glaubensabfall
In meiner Jugend kamen viele Dinge zusammen.. Ich kann nicht genau sagen wo es anfing. Es machte sich ein Gefühl der Sinnlosigkeit breit..ein bisschen so, als kam es Schubweise und langsam..Ich beschäftigte mich ganz normal wie andere Jugendliche auch mit Computer und sonstigen Hobbys während sich meine Weltsicht und meine Interessen dem Teeniealter entsprechend veränderten.. Ich hatte das Gefühl, jetzt unbedingt eine Freundin finden zu müssen und sah, dass es viele Pärchen um mich herum gab, die Ihr "glücklich sein" regelmäßig zelebrieren konnten während es bei mir nicht weiterging und ich noch auf das große Glück hoffte.
Ich ging immer noch weiterhin in die Jugendstunden der Freikirche aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl, das mir etwas fehlte..es war leider nicht so, dass ich im Glauben nach Antworten suchte oder Gott fragte, was er sich für Gedanken im Bezug auf mein JETZT machte. 
So verging die Zeit einfach während mich irgendetwas langsam immer tiefer in eine Spirale aus Depression und Gleichgültigkeit drückte. Ich hatte keine Vision für mein Leben. Unzureichende Leistungen in der Schule machten einen Wechsel erforderlich und plötzlich wurde ich mit Dingen wie Berufswahl konfrontiert. In dieser Zeit fing ich an zu Denken, dass ich nur etwas finden müsste, was mir Freude in das Leben bringt und dann wäre alles super.. Einen Guten Beruf..eine tolle Partnerin usw...aber ich kam leider nicht dahin, zu erforschen oder heraus zu finden was Gott wohl empfiehlt.. 
Man könnte diese Zeit einfach peinlich berührt weg lächeln und sagen..Ja ja.. die Pubertät.. aber ich weiß, es waren andere Dinge, die mein Problem waren.
Es wäre Blödsinn zu sagen, dass alles doof war. Vieles war gut. Es gab Freunde, familiäre Grundlage für einen vernünftigen Start ins Leben und theoretisch hätte alles anders laufen können.. Aber irgendetwas passte eben nicht, sodass es mir nicht gelang Perspektive zu haben. 
Ich hatte Gott nie den Platz in meinem Leben eingeräumt den er haben sollte. Obwohl ich ein grundsätzlich positives Verständnis von Ihm hatte, war ich mir mit meinen eigenen Bedürfnissen so sehr im Weg, dass er keine Rolle mehr spielte.. Ich glaubte, dass ich eine Partnerin bräuchte damit mein Leben Spaß macht.. hatte aber keine Geduld auf die Richtige zu warten..Das zog letztendlich einen langen Rattenschwanz an Dingen hinter sich her.. Ich geriet innerlich außer Kontrolle und schlug Verhaltensweisen und Wege ein, die mir nicht gut taten.. Parallel zu dem Gemeindeleben lernte ich durch Freunde und Bekannte die Partyszene kennen, welche mir viel mehr Gelegenheit zu bieten schien auf schnellem Wege glücklich zu werden. Ich erlebte viele kurze und Oberflächliche Beziehungen und immer dachte ich hinterher, "na ja.. dann aber das nächste Mal."
Zudem kam es so, dass ich mit ungefähr 16 zuerst gelegentlich, mit verstreichender Zeit aber immer häufiger Drogen wie Cannabis, Haschisch etc. konsumierte. Es waren Jahre in denen viel geschehen ist. Dass kann ich nicht alles aufschreiben. Aber zuletzt wurde ich immer unfreier, perspektivenloser.. schon fast getrieben und hatte merkwürdige Gewaltfantasien. Auch verschiedene Selbstmordszenarien und Gedanken ob man sich damit wohl inszenieren könnte beschäftigten mich. 

"Ich denke, wenn Gott nicht eines Tages eingegriffen hätte, dann hätte ich das nicht überlebt. "
Um das Ganze hier etwas abzukürzen.. Im Rahmen der Musterung zur Bundeswehr, als ich kurz vor 20 Jahre alt war wurde mir damals ein Borderlinesyndrom diagnostiziert.. spätestens hier muss man einsehen, dass irgendetwas bei mir falsch gelaufen war.. Das war also nun die Ausgangssituation vor meiner Gotteserfahrung.
5. Der Weg in die Besessenheit
In den letzten 2 Jahren vor meiner Begegnung mit Gott passierte folgendes. Zuerst lernte ich eine junge Frau kennen, welche ebenfalls nicht Recht zu wissen schien, was ihr gut tat und was nicht. Wir machten gemeinsame Sache und es entwickelte sich eine Beziehung, die ich im Nachhinein als toxisch beschreiben würde. Wir bedienten sozusagen gegenseitig unsere ( Sehn ) - Süchte und hatten irgendwie das Gefühl, dadurch stabiler zu sein. Ich empfand ganz zu begin dieser Beziehung so etwas wie ein "vor einer Weiche stehen" und ich entschied mich dafür, meine Ohren gegenüber dem was ich von Gott wusste zu verschließen. Das bedeutete auch, dass es mir jetzt noch egaler wurde was Gott z.B. über Sexualität sagte.
In dieser Sache NICHT auf Ihn zu hören hatte ich fatalerweise schon eher beschlossen, weil ich damals nicht erkannte, wie schädlich es für das persönliche Beziehungswesen ist, seine Gebote zu ignorieren. Ich weiß, dass die moderne Welt schon fast dogmatisch lehrt, sich auf keinen Fall zurückzuhalten wenn es um das ausprobieren sexueller Neugierde geht, aber weil ich nun Gottes Sicht verstehe, weiß ich, dass dies Lügen sind, die ganze Nationen vergiften und in Sünde bringen. Diese Beziehung, welche im übrigen von "On/Off", Alkohol und Drogen geprägt war ging etwa ein Jahr und war sehr verwirrend.. Eines Tages spitzten sich Dinge zu und zu einem "Beziehungs Off", welches aber normalerweise nie endgültig war" kam ein Besuchsverbot, dass mir von ihrem Vater auferlegt wurde. Dadurch, und wegen eines neuen "festen" Partners ihrerseits gingen unsere Wege vorerst auseinander..sollten sich aber später noch einmal auf bedeutende Weise überschneiden. 
Ich machte mich umgehend auf die Suche nach Ersatz, weil ich mich innerlich so leer und ausgebrannt fühlte und irgendwie jeden Strohhalm griff, der mir Hoffnung versprach, dass sich etwas verändert. Natürlich wollte ich auch einfach diese Beziehung hinter mir lassen, aber das konnte ich nur, wenn ich eine Alternative hatte. So kam es, dass es Zeiten gab, in denen sie sich bei mir meldete und ich offen für Kontakt war und es gab Zeiten, in denen ich ihr die kalte Schulter zeigen konnte, wenn ich mich gerade auf eine andere Beziehung stützen konnte.Inzwischen befanden wir uns im Jahre 2003 und es ging langsam auf das Ende meiner Berufsausbildung zu. Trotz der vielen Störfaktoren hatte ich es irgendwie geschafft die Ausbildung und die Schule relativ anständig weiterzuführen und auch meinen Führerschein habe ich wie durch ein Wunder nie abgeben müssen. Die Tendenz, dass aber auch das alles immer schwieriger wurde war da, so dass ich z.B. von meinem Chef getadelt wurde, dass ich in einem Monat 20x zu spät gekommen war.. Damals war ich viel mit der Clique eines Ausbildungskollegen unterwegs, welcher mich dann gelegentlich wach klingelte wenn ich noch nicht bei der Arbeit war. Ich verdankte diesem Kollegen und der damaligen Clique einiges an Stabilität, weil ich mir alleine gelassen denke ich langsam zu gefährlich wurde.
6. Ein neuer Lichtblick
Und dann gab es da noch meine kumpelartige Freundin. Mit der ich schon seit Jahren befreundet war. Sie hat ihre eigene Story mit Jesus und ging schon seit einem Jahr in eine Freikirche in der auch der Umgang mit dem heiligen Geist und seinen Gaben bekannt und gewollt war..
Sie lud mich zu einem "Alphakurs" ein, an dem es einmal in der Woche ein warmes Abendessen mit netter Gemeinschaft gab und danach über ein wichtiges Thema des Glaubens gesprochen wurde wie zB. Wer ist Jesus?, wie entstand die Bibel?, wer oder was ist der Teufel? 
Interessant ist, dass ich zu diesem Zeitpunkt zuerst kein neues Interesse am Glauben hatte sondern nur kam, weil es dort ja auch potenzielle Freundinnen gäbe.. Diese Motivation erwies sich auch in dieser Situation sehr schnell als hoffnungslos, aber es dauerte nicht lange, bis ich merkte, wie mir diese Abende gut taten. Es war so, als bemerkte ich einen Lichtschimmer der mich motivierte gerne wieder zu kommen. Wie eine Salbe auf der Seele die mich ruhiger machte. 
So nahm dieser Kurs seinen lauf und es kam ein Element, dass extra ins Wochenende gelegt wurde um sich in Collinghorst in einer anderen Lokalität zu treffen. Es ging um den heiligen Geist und war etwas umfangreicher. Deshalb auch dieser andere Ort, mit mehr Zeit für mehr Informationen. Wir sprachen darüber, dass Gott uns in Form des heiligen Geistes erfüllen will und was das bedeutet und wie das geht. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir der Wohltuenden Wirkung Gottes in meinem Leben schon wieder mehr bewusst geworden, hatte aber keine Idee, dass dieser Kurs ja auch einmal wieder vorbei sein würde und machte mir auch keine Ernsthaften Gedanken darüber was mich eigentlich antreibt und wie es denn nun weitergeht. Ich hatte immer noch diese ganzen Gefühle und Sehnsüchte in mir und es fühlte sich wie eine zerissene Identität an. Ich konnte nicht weiter denken als vielleicht die nächsten 2 Jahre und dass ich vielleicht ja in die Lage käme ein aufgemotztes Auto zu finanzieren um leichter an eine ansprechende Dame zu kommen. Ich war noch immer dabei Gelegenheiten zu suchen mich zu betäuben und fühlte mich so, als wenn jemand mir auf die Schulter klopfte und mich ermutigte es weiter zu tun und es zu propagieren wie einen Lebensstil. Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass Jesus nicht möchte, dass wir solche Dinge tun, aber ich war zu unentschlossen irgendetwas zu ändern. Jedenfalls dann wurde es interessant und uns wurde als praktischer Teil dieser Lektion gesagt, dass nun bitte die Leute, welche schon etwas länger im Glauben stehen denen, für die dieses Thema neu ist die Hände auf die Schultern oder den Rücken legen sollten um für eine Erfüllung des heiligen Geistes zu beten. So geschah es, dass auch ein Mann hinter mir stand und betete während ich seinen Worten lauschte.
In dem Moment wie ich ihm zuhörte bemerkte ich, wie ich in Gedanken auf seltsame Weise ziemlich böse Worte über Ihn formte und selbst dabei dachte was das denn nun von mir solle. Diese Gedanken lauteten in etwa so: "...was er denn nun für eine blöde Sau wäre und was er sich denn wohl einbilde und er könnte ja wohl seine Hände ganz schnell da weg nehmen und sich verpissen.. " und es war so, dass ich selber Unverständnis über diese Gedanken hatte und mich fragte woher diese Abneigung gegenüber diesem Menschen wohl käme, denn er betete doch nur etwas Gutes für mich. Ich sah mir seine Frisur an und lauschte ob er etwas in der Stimme hat was mich vielleicht nervte und dann war diese Zeit um und der Kurstag ging ganz normal zu ende. Ich fuhr mit meiner "Kumpelfreundin" wieder nach Leer und sie berichtet mir heute, dass ich sehr aufgebracht war.. am Schimpfen am Motzen und Dinge sagte, die sie glauben ließen, das es mit mir und dem Glauben nie mehr etwas werden würde.. ich erinnere mich wohl an die Fahrt und eine gewisse Unzufriedenheit in mir im Auto, aber nicht mehr an die Worte
sondern nur, dass mich etwas ordentlich gestört hat an dem Thema und dem Moment.
7. Das Urteil Gottes auf mir 
Am gleichen Datum Abends dann, sprachen sich die jungen Leute ab, dass sie ins Kino gehen wollten und ich als neuer Kontakt war natürlich auch willkommen. Wir trafen uns bei der Gemeinde, damals in der Heisfelderstraße und liefen dann durch die Fussgängerzone zum Kinocenter. Wir liefen als Gruppe zusammen und plötzlich kam mir eine Bekannte entgegen, die ich als Kifferfreundin sehr zu schätzen wusste. Ich ließ mich kurz von der Gruppe zurück fallen um sie zu Grüßen und wenn möglich noch etwas zum Kiffen zu ergattern.. Tatsächlich war sie bereit mir etwas abzugeben und während ich dann Zigarette drehend langsam wieder der Gruppe aufschloss kam ich mir reichlich clever und ausgebufft vor, weil ich das einfach hinter dem Rücken meiner gläubigen neuen Freunde tun konnte. Ich hatte keine Ahnung, dass dieser Moment der letzte sein würde in dem ich mir Drogen kaufte. Dann ging der Film los und ich verfolgte die Story..wir sahen uns den animierten Film "findet Nemo" an.
Ich glaube, dass ich mir noch Gedanken machte, dass ich später ne ordentliche Portion rauchen will, weil der kleine Krümmel in der Zigarette irgendwie nicht gewirkt hatte..als mich plötzlich eine Szene in dem Film auf ungewöhnliche Weise in die Zange nahm. Es war nur der Moment in dem ein Fischnetz zuschnappte und einen Schwarm Fische in Bedrängnis brachte, aber als ich das sah, ergriff mich plötzlich Panik. Ich sah mir den Film weiter mit den Augen an und sah auch, dass die Fische da wieder raus kamen, aber mit meinem Herzen hing ich immer noch im Netz fest und bekam plötzlich Todesangst. Ich dachte mir, das sei sicher gleich vorbei, blieb einfach ruhig sitzen und versuchte mich zu beruhigen. Aber es funktionierte nicht. Mir wurde bewusst, dass mein Leben nur an dem Wohlwollen Gottes hing und ich keine Kontrolle habe ob mein Herz länger schlagen würde als diesen Moment. Es wurde mir so, als breitete sich Finsternis um mich herum aus und weil auch ich so Finster war konnte ich Gott nicht sehen, wohl aber wissen, dass er nun auf mich blickte und ich nackt, mit nichts weiter als den Händen voller Scheißhaufen vor ihm Stand und ein ernstes Problem hatte. 
Ich merkte wie er mit mir kommunizierte und mich fragte:
Was hast du aus dem Leben gemacht welches ich dir gegeben habe? An Vielmehr von seiner Seite kann ich mich eigentlich nicht erinnern, aber ich wusste dass ich schuldig war.. ich hatte das Leben was Gott mir gegeben hatte wie Dreck behandelt und mich gefühlt so runter gewirtschaftet, dass es jeden Moment so weit sein könnte, dass mein Leben hier auf der Erde beendet wird. Ich habe mit meinem handeln zuletzt nur noch dem Satan gedient welcher Menschen kaputt machen will und alle Verhaltensweisen die gegen Gottes Ordnung sind in der Welt durchsetzen will. 
Ich kam mir wie ein ganz kleiner Vollidiot vor einem riesigem Richterpult vor und während mir heiß und kalt wurde und ich nervös auf meinem Stuhl hin und her rutschte ging der Film langsam zu Ende. Ich wusste, dass dieses Urteil besteht und auf meinem Leben liegt und ich wusste auch, was das bedeuten würde, wenn ich tatsächlich an diesem Tag sterben würde. Nämlich, dass ich nicht zu Gott in den Himmel dürfte.. ich würde niemals mehr Licht sehen und an einen Ort gezogen werden, den man seinem schlimmsten Feind nicht wünscht. Ich hatte eigentlich keine Zweifel an der Realität von Himmel und Hölle, aber meine Gedanken und meine Kurzsichtigkeit ließen vorher nicht zu so klar darüber nach zudenken. Meine Ruhe war weg.. ich hatte keinen Frieden mehr.. Ich wusste, dass mir nicht mehr viel Zeit bleibt, denn das Urteil ist rechtskräftig und nur bis zur Vollstreckung ausgesetzt. Wenn das Netz in meinem Leben plötzlich zuschnappt ist es vorbei.
Wir liefen zurück zum Gemeindegebäude. Ich konnte kaum sprechen.. nichts schien mehr sinnvoll zu sein..Ich wusste, dass es schrecklich um mich stand, den wenn jetzt etwas passieren täte.. ein Auto das mich platt fährt..ein Typ der mich nieder schlägt oder auch nur ein körperlicher Defekt der es mir nicht mehr gestattete in diesem Körper zu bleiben würde den Antritt meiner ewigen gerechten Strafe bedeuten.. Ich dackelte einfach neben der Gruppe her, als Bianca bemerkte, dass etwas mit mir nicht stimmte. Sie sprach mich an und wollte wissen was los ist und ich merkte, dass ich nun erzählen kann was ist und wie ich mich fühle oder das ich mich verschließen könnte und weiter hoffen, dass alles irgendwie von selber wieder gut wird. Meine Angst jedoch und die Klarheit dieses Urteils brachten mich dann dazu ihr mein Herz auszuschütten.. Sie bemerkte in richtiger Weise, dass es jetzt darum ging mit Gott ins Reine zu kommen und motivierte mich, dass wir uns beim Gemeindehaus angekommen, zurück zögen um zu Beten.
Es war nicht einfach, aber ich gestand mir selber ein, dass ich im Großen Irrtum gelebt habe.. Ich musste mir selbst sagen, dass ich viele gute Worte und Warnungen verachtet hatte und durch meine Besserwisserei und einen gewissen Leichtsinn mich und viele andere belastet habe. Ich liebte meine egoistischen eigenen Vorstellungen vom Leben mehr als dass ich nach Gottes Willen gefragt hatte und habe dadurch Schaden verursacht, der nicht wieder gut zumachen wäre und nicht gemerkt, wie ich immer tiefer in einen teuflischen zerstörerischen Apparat eingearbeitet wurde der nur noch Sünde, Unmoral und Kaputtes produzierte. So beteten wir und ich sprach diese Dinge aus und bat Gott um Vergebung im Wissen, dass wenn ich meine Sünden ernsthaft bereue er bereit wäre mir zu vergeben. Ich wusste eigentlich, dass er nur wartete, dass ich zu ihm komme, aber es war trotzdem eine gewisse Überwindung für mich, mich zu meinen Taten zu stellen. Ich wollte von nun an die Dinge anders machen und aufhören mein Leben zu zerstören. Ich wusste, dass Gott mir einen Neustart schenken will und sein Urteil eigentlich gar nicht an mir vollstrecken wollte. Und so kam es, als ich diese Dinge aussprach und bereute und Jesus dankte, dass er auch meine Dinge am Kreuz getragen hat, dass ich plötzlich ruhig wurde. Es war so, als wenn plötzlich ein inneres Brüllen und Chaos verstummten und Friede in mich rein ströhmte.. Frieden, weil ich wusste dass ich nun doch wieder in den ewigen Himmel darf und Freude, weil ich es auf einmal wieder für Möglich hielt ein konstruktives Leben zu leben welches Gutes hervor bringen kann. Ich konnte es mir wieder vorstellen Ordnung in meinem Leben zu haben und dabei glücklich zu sein ohne von einem Glückspotenzial zum nächsten zu hetzen.. Ohne Drogen und betäuben sowieso und wahrscheinlich auch ohne die Abhängigkeit von einer Partnerin oder etwas was mein Leben komplett macht. Ich trampelte draußen auf dem Bürgersteig den Rest von der Kifferei kaputt und war froh über die neue Chance.. Ich konnte es selber kaum fassen, dass ich an diesem Abend so einen heftigen Kurswechsel erlebt hatte und war ziemlich aufgeregt, wie sich mein Leben nach diesem neuen Start entwickeln würde.. Es war unfassbar, wie meine Sünden plötzlich spürbar geworden waren und genauso krass, wie Gott sie durch den Glauben an Jesus einfach weg nahm.
Diesen Text fand ich ein Paar Wochen später in der Bibel. Ich kannte ihn vorher NICHT und sehe ihn als Beweis das es tatsächlich Gott war, der im Kino zu mir redete.
Matthäus 13, 47...
Der Alphakurs war noch nicht zu Ende und ich freute
mich schon immer den Tag über auf diesen Abend. Tatsächlich war es so, dass ich erlebte, wie es Gott ebenfalls gefiel mich dort zu treffen. Es kam ein Tag , an dem wir Azubis alle länger arbeiten sollten und das Gemurre darüber groß war, weil die Abschlussprüfungen bevor standen und viele von uns dafür lernen wollten. Bei mir war es so, dass ich zwar nicht lernen wollte, aber an diesem Abend Alphakurs war. Ich wurde traurig darüber nicht hingehen zu können und war aber schon wieder soweit, dass ich beten konnte, dass Gott es mir möglich machen sollte, eben doch hin zu kommen. Und dann kam es so, dass unser Meister sagte, er würde nun zum Chef gehen und ihm ausrichten, dass wir ein Problem mit dem länger arbeiten hätten und er bitte kommen solle, damit wir mit ihm sprechen können. Er ermahnte uns aber auch, dass wir dann auch unsere Klappe aufmachen sollten und das sagen sollten, was das Problem ist, denn unter uns herrschte eine Grundstimmung, dass ihm aus übertriebener Angst vor seiner Autorität eigentlich keiner ins Gesicht sagen mochte, was los ist. Dann kam also der Moment, dass er vor uns stand und wir auf einmal nicht mehr die Lippen auseinander bekamen und als er gerade wieder weg gehen wollte, war es wie ein Ruck in mir und ich erklärte Ihm doch noch das Problem aber auch, dass ich persönlich nicht lernen wollte, sondern was anderes vor hatte. Er ging dann wieder ins Büro um die gesagten Dinge zu verarbeiten und kurze Zeit später kam ein leitender Angestellter um uns mitzuteilen, dass alle Ihre Arbeit zu erledigen haben bis auf mich. Ich darf eher gehen, wenn ich das möchte. Selbst ein Kollege bemerkte dann etwas unwillig, dass es wohl irgendwie mit der Sache meiner neuen "Sekte" zusammen hängt und ich freute mich auf ein neues Thema am Abend und dass Gott es möglich machte.
So vergingen nun etwa 3 Wochen und ich bemerkte bald, wie in meinem Leben neue Konflikte auftraten. Ich erinnere mich, dass ich noch nicht wirklich fest stand und Gott zum Beispiel bat, ein Treffen mit einer Bekannten zu verhindern von der ich wusste, dass wir uns zu Nahe kommen würden. Ich war nun frei geworden von meiner Schuld und hatte die Freiheit für ein Drogen freies Leben zurück bekommen, aber mir war noch nicht klar, welche direkten Auswirkungen das zulassen von Sünde oder das eingehen von Kompromissen gegen Gottes Wort hatte.
In diesem Fall verhinderte Gott dann tatsächlich das Treffen und ich war darüber froh und irgendwie sauer zugleich.
Zudem bestanden ja auch immer noch meine alten Kontakte welche gerne in Diskotheken und nicht in christliche Treffen gingen. Diese Leute waren ja auch meine Freunde, also verbrachte ich an einem Wochenende auch mal wieder Zeit mit Ihnen und ließ mich überreden mit in die Disko zu gehen. Ich verhielt mich nun natürlich anders im Bezug auf Alkohol oder Drogen, aber es tat mir nicht gut dort auf dem Barhocker zu sitzen und den aufgestylten Frauen und den flirtenden Pärchen beim Tanzen zu zusehen. Irgendwie öffnete ich mich wieder unbemerkt für den Gedanken, mir wenn möglich auch eine Partnerin suchen zu wollen und geriet in einen inneren Interessenskonflikt. Es lag auf der Hand, dass es sehr unwahrscheinlich sein würde in dieser Umgebung eine treue Frau zu finden die für eine Gottgesegnete Beziehung geeignet wäre.. ich wurde aber auch unsicher, ob das nun wirklich notwendig war, da so pingelig zu sein oder ob man nicht doch einfach mal was probieren könnte... eben Stressfrei..ich hatte ja eine neue Ruhe jetzt.. nun könnte alles anders sein.. Ich hielt an diesem Abend aber einfach die Füße still, beobachtete das Treiben und wartete ab, bis wir wieder gingen. Ich fragte mich ob ich hier überhaupt noch hin gehörte.. Dann setzte ich meine Kollegen an Ihren Häusern ab und fuhr das letzte Stück alleine nach Hause.. Während ich so dahin fuhr gingen meine Gedanken in die Vergangenheit zu dem Mädchen aus Kapitel 5. Ich fragte mich was sie wohl so machte und erinnerte mich, dass sie sich das letzte Mal meldete kurz bevor ich zum Alphakurs ging.. damals war ich gerade in einer Beziehung von der ich mir mehr erhoffte und ließ die dann ans Telefon gehen um sie abzuweisen. Das war schon komisch.. und nun dachte ich, wenn sie sich mal wieder melden täte.. jetzt würde ich mich wieder freuen. Ich fing dann an zu beten und Gott zu erzählen, dass ich sie etwas vermisse und ob er es nicht machen könne, dass ich sie wieder sehe und ich glaube diese Einstellung bereitete die Kulisse für heftige Dinge vor.. 
Auch dieser Text sagte mir bisher 
nicht viel..   Matthäus 12, 43..
8. Befreiung - Im Angesicht des Teufels
Es war in einer Nacht von Samstag auf Sonntag, dass ich dieses Aussprach und mein Wochenende war dieses Mal etwas länger,weil ich den Montag Urlaub dazu genommen hatte. Es gab damals den Mulligans Pup neben der Gemeinde und in diesen zog es die jungen Leute gelegentlich um dort etwas Zeit zu verbringen und sich dort zu treffen. Ich saß dann da mit meinen neuen christlichen Freunden an diesem Sonntag der für die anderen das Wochenende beendete und plötzlich geschah es. Nur einen Abend nach meinem Gebet in dem ich formulierte sie wieder treffen zu wollen rief sie mich an und fragte mich ob ich nicht Lust hätte, dass wir uns mal wieder treffen. Ich weiß nicht mehr was ich den Leuten am Tisch sagte, ob ich verriet warum, aber ich musste ganz schnell los und hatte keine Zeit mehr im Pub zu sitzen.
Ich fuhr schnell zurück von Leer nach Filsum zur Telefonzelle und rief sie von dort zurück. Ob ich kein Handyguthaben mehr hatte oder warum ich das so machte weiß ich nicht mehr, 
aber ich dachte eigentlich auch, dass ich danach so weiterfahre zu ihr. Stattdessen jedoch sagte sie mir, wolle sie sich gerne mit mir am nächsten Abend oder so Treffen, weil es schon spät war und eine wichtige Prüfung in der Schule anstand. Da musste ich dann in dem Moment mit Leben, freute mich aber und dachte überhaupt nicht mehr an die Ereignisse mit Gott vor ein Paar Wochen und wurde stattdessen total aufgeregt, weil ich wusste, dass dieses Treffen Spaß machen würde. Ich entschied mich also gerade in dem Moment dafür Gottes Regeln, insbesondere die, über Sexualität erneut über den Haufen zu werfen und konnte vor Aufregung nicht über die Konsequenzen nachdenken. Ich fuhr nach Hause und legte mich auf das alte Sofa welches in meinem Zimmer stand. Ich weiß nicht mehr ob ich die Absicht hatte schon zu schlafen, denn ich hatte meine normalen Klamotten noch an und den Rollladen noch oben als ich plötzlich hoch schreckte.. 
Ich wusste nicht ob ich träumte oder nicht, aber etwas war mit dem Sofa.. Vor Schreck war ich direkt aufgesprungen und stand neben dem Sofa und schaute es mir ganz verdattert an.. So etwas seltsames hatte ich noch nie gesehen... Das Sofa war voll von Beulen die hier und da hoch kamen und in Bewegung waren.. Es sah aus wie wenn jemand unter einer Bettdecke liegt und mit Händen und Füßen nach oben schlägt und zappelt obwohl es eine Sitzfeste Oberfläche hatte.. dazu vernahm ich eine heftig komische Stimmung oder Atmosphäre in meinem Zimmer und gruseliges düsteres Murmeln, Grunzen und Lachen kam unter dem Sofa hervor. Ich weiß nicht genau wer das war, aber da war noch eine Person die auf dem Sofa saß, die ich in dem Moment für meinen jüngeren Bruder hielt, aber ich war nicht sicher und war kurz erstaunt, dass diese Person das scheinbar nicht kümmerte was hier los war..Sie saß einfach da und durch diese Beulen hüpfte sie in etwa wie ein Ball der auf einem Trampolin liegt langsam zur Seite und dann war ich auch sofort wieder auf dieses seltsame Schauspiel vom Sofa fixiert und vergas einfach diese Person weiter zu beachten. Ich bekam es natürlich sofort mit der Angst zu tun, denn so etwas war mir völlig fremd und dieses Finstere Lachen und brummeln was ich dort hörte war wie lautes Hundegebell und lähmte mich vor Schreck.. Meine Gedanken rasten und pfiffen förmlich während ich diese ganzen seltsamen unbekannten Eindrücke versuchte zu verstehen. Plötzlich war es so, als wenn mir die Informationen gegeben wurden, dass das ein Dämon ist. So etwas, von dem ich schon aus der Bibel gehört hatte.. diese berühmten Geschichten wo die Besessenen sich vor Jesus hin warfen und er die Dämonen fort jagte. 
Beispiel: Lukas 11 Jesus und böse Geister
Es war wirklich schaurig und ich war starr vor Angst und wie eingefroren in meinen ganzen Knochen.. Was machte so etwas komisches bei mir in meinem Zimmer?.. und wieso?, was war überhaupt los hier?... Und während ich das Gefühl hatte, dass die Situation von Sekunde zu Sekunde immer gefährlicher und lauter wurde kam mir der Gedanke, dass der Name  "Jesus Christus" mir helfen wird.. Vor dem hatte dieses Gesocks doch Angst.. ich musste es probieren.. Ich presste also flüsternd, fast ohne Stimme weil es mir den Hals zu schnürte diesen Namen heraus.. und plötzlich wurde es still unter dem Sofa und es war mir so, als wenn da plötzlich jemand genau hinhorchte.. fast wie eine Katze die etwas hört und man sieht, dass sie die Ohren auf mögliche Gefahr ausrichtet. Ich sah aber nichts, sondern bemerkte nur dieses aufhorchen und das plötzliche verstummen unter dem Sofa. Das ermutigte mich und ich probierte es gleich noch einmal und dieses Mal konnte ich schon mehr Stimme und mehr Lautstärke rein bekommen.. Ich sagte erneut:" Jesus Christus" und gewann vertrauen in die Wirkung dieses Namens.. Plötzlich fegte ein schwarzer Schweif unter dem Sofa weg im Bogen an mir vorbei raus durch die Fensterscheibe und es war plötzlich absolute Ruhe. Die Scheibe schien keine Rolle zu spielen für dieses Ding und hatte keinen Schaden genommen. Und während ich etwas aufatmete ging ich vorsichtig ans Fenster um raus zu schauen. Ich entdeckte 2 rot glühende Punkte wie Augen in einem der Büsche auf dem Grundstück die mich zu beobachten schienen. Dann hörte ich mich selber denken als könnte ich die Situation überhaupt nicht richtig einschätzen:" Puhh.. haste ja nochmal Glück gehabt.."
Und das war der Moment, als ich gerade noch wahrnahm wie sich diese Augen in Bewegung setzten und ich die Zeit nicht mehr hatte meinen Mund zu öffnen sondern nur noch in Gedanken losgieren konnte wie ein Mädchen und schrie:" Jesus Christus, Jesus Christus, Jesus..!!! ".. das ging einfach zu schnell um über vernünftige Sätze nachzudenken und ich Wiederholte immer nur ständig diesen Namen..und dann kam der Moment wo es einen fürchterlichen Knall gab und dieses Viech genau vor mir an die Scheibe klatschte.. es nahm wohl an, es käme rein wie es vorher raus gehuscht war, aber das funktionierte nicht mehr und durch den Aufprall brauchte es eine Sekunde um sich zu sammeln.. es war wie wenn in einem Zeichentrickfilm jemand mit Schmackes vor eine Wand klatscht nur auch total anders.. es war ein enormer Aufprall den ich eher damit vergleichen würde, wie wenn ein Düsenjäger gegen das Haus flöge und in diesem Moment konnte ich dann jedes Detail von diesem Wesen sehen.. Es hatte einen Kopf der ähnlich wie 2 aufeinander liegende Teller geformt war.. "wie eine Linse" ging mir in dem Moment durch den Kopf. Dazu eben die 2 aus sich raus glühenden Augen und einen seltsamen Schlund der aussah wie ein finsteres Loch.. Der Schlund erinnerte mich nur von der Form her an dieses Atemdreieck von "Darth Vader" (falls du den kennst) und das leuchten der Augen kann ich mir sehr gut wieder vor Augen führen wenn ich Nachts hinter einem Auto herfahre oder vor einer roten Ampel stehe. Ich sah außerdem 2 Arme und einen Oberkörper aber nach unten hin war nur noch ein im Nichts verschwindender Nebel.. Eigentlich würde ich meinen, dass dieses Ding schwarz war, aber wie es so nah an meinem Fenster war kam es mir so vor, als wenn es durch das Licht was in meinem Zimmer schien eher braun wirkte..
Es war so unheimlich, weil ich so nah dran war und nur diese Scheibe uns trennte und dann nahm dieses Ding plötzlich etwas Anlauf und versuchte erneut an mich ran zu kommen und knallte dieses Mal noch heftiger vor die Scheibe von der ich einfach nicht verstand warum die noch heile war.. Die ganze Wand des Hauses bog sich ein als wäre sie elastisch und alles klapperte und vibrierte in meinem Zimmer.. und dann wurde dieses Ding immer wilder und wütender und fing an zu brüllen und zu schimpfen und ich vernahm, dass es mich so sehr hasste und in der Luft zerreißen würde wenn es nur an mich ran käme.. es gab keinen Mund außer diesem leblosem Schlund, aber es war als würde ich einfach hören was dieses Ding mir sagen wollte.. Ich schrie und schrie immer mehr und panischer "Jesus Christus, Jesus Christus" und dieses Ding fuhr alles auf was es hatte und schlug mit einer riesig groß gewordenen Faust auf die Scheibe ein.. und tobte dabei und fluchte und machte Lärm...Es war unbeschreiblich und mir verging wirklich alles dabei.. Dann plötzlich verschwand es und Stille breitete sich aus.. Plötzlich bemerkte ich, dass ich auf dem Sofa lag, so wie ich mich vermutlich hingelegt hatte und mir war klar, dass das gerade echt passiert ist.
Ich hatte meine Augen noch zu und traute mich erst nicht sie auf zumachen. Als ich das aber schließlich tat, fiel mir nichts besseres ein, als Kreuze mit einem Leuchtkleber der gerade in der Nähe lag an den Fensterrahmen zu malen. Ich brauchte einen Moment um zu verstehen, dass dieses Ding, der Dämon nun weg war. Dann sah ich mich um in meinem Zimmer und bemerkte die vielen Dinge..die kreativen Produkte meiner Gewaltfantasien in den Schränken..Z.b. kleine Teddies und solche Sachen denen ich dekorativ Legoäxte in den Kopf gebastelt hatte..und bemerkte was das für eine kranke Sch.... war. Außerdem erinnerte ich mich sofort daran, dass ich so leichtfertig sagte:" Haste ja nochmal Glück gehabt!", denn das war ja tatsächlich wenige Stunden vorher passiert, dass ich leichtfertig über den Haufen warf was mich in dem einen Moment vor 2 Wochen gerettet hatte nur um mich erneut für dieses zerstörerische Leben zu öffnen.
Ich hatte dieses Ding quasi wieder eingeladen in meinem Leben die Herrschaft zu übernehmen, weil ich bereit war mich wieder in Sünde zu begeben. Ich war so schockiert und erschrocken, dass ich erstmal zu heulen anfing. In dem Moment kam mein Vater ins Zimmer in der Annahme ich würde wieder verpennen und fragte mich, was denn los sei?.. Ich dachte mir, jetzt kann ich bestimmt nicht so ein Fass hier aufmachen, der ruft doch die Männer im weißen Kittel an und deshalb antwortete ich nur, dass ich schlecht geträumt hatte und aber auch heute Urlaub hätte. So konnte er zur Arbeit gehen und ich fing an und wackelte an den Schränken um zu prüfen ob die Klappergeräusche während der Aufprälle authentisch waren. Das waren sie. Dann nahm ich die komischen Basteleien aus meinen Schränken und fing an in meinem Leben aufzuräumen. Ich schmiss den Kram teils in den Müll und teils in einen Fluss. Am selben Abend dann war Jugendhauskreis und ich erzählte von dieser Sache. Mir war immer noch etwas mulmig zumute und ich wollte Gebet und Schutz. Auf dem Weg zu diesem Hauskreis rief dann auch nochmal dieses Mädchen an, aber dieses mal sagte ich Ihr, das geht nicht mehr.. wir können uns nicht mehr Treffen. Es gab dennoch einige ungewollte Treffen, aber die waren wie Prüfungen und ich ließ mich nicht mehr darauf ein. Es wurde nun alles immer klarer. Ich konnte nun erkennen was Sünde und der Weg in die Finsternis ist und wie man durch echte Buße und Umkehr in seinem Leben durch Jesus befähigt wird ein vor Gott heiliger Mensch zu sein, sodass man quasi den Ausweis des Himmels im Herzen trägt und ein Bürgerrecht in der Ewigkeit im Paradies bei Gott besitzt. Mehr dazu möchte ich im Abschnitt "Gottes Einladung an dich" schreiben. Vielleicht hätte ich schon viel eher frei werden können, denn ich erinnere mich, dass es eine einmalige Situation gab, als ich mal mit 15 Jahren betete, (dass war übrigens noch bevor ich das erste Mal in meinem Leben gekifft hatte) dass sich vermutlich dieser Geist bemerkbar machte und mir plötzlich kurz aber merkbar ins Gebet rein quatschte.
Jedenfalls veränderte dieses Erlebnis mein ganzes Leben und nun etliche Jahre später erfahre ich immer noch Gottes Liebe und Führung. Es gibt immer wieder neue Dinge zu erleben, zu erkennen und zu erforschen und ich glaube, dass das Evangelium soviel mehr ist, als nur ein Zurechtbringer für "kaputte" Menschen. Ich weiß, dass es sogar Christen gibt, die erst einmal denken: "So ein dummes Zeug, was er da schreibt". Doch Tatsächlich habe ich diese 2 Erlebnisse auch später wie eine Bestätigung des Gesehenen in der Bibel wieder gefunden. Jesus, der damals laut Überlieferung auf dieser Erde als Fleisch gewordener Gott unterwegs war hat diese Dinge schon vor 2000 Jahren so benannt, wie ich sie im Jahre 2003 erlebt habe. Ich könnte jetzt noch viel länger und länger weiterschreiben.. aber an dieser Stelle will ich nur noch sagen, dass ich mich dann taufen ließ. Als Erwachsener, komplett unter Wasser, wie wir es in der Bibel finden und jetzt weiß ich auch, was mir früher immer fehlte. Die lebendige und funktionierende Beziehung zu Gott die ich durch Jesus Christus geschenkt bekommen habe. Diese Beziehung kann ich nun auch tatsächlich erleben, weil der Satansgeist weg ist und der heilige Geist diesen Platz im Herzen nun besitzt. Ich habe nun erkannt, dass ich bewusst und ernsthaft mit der Sünde brechen muss um dem Satan keine Ansprüche in meinem Leben zu lassen. Mein ganzes Gemüt hat sich seit dem Tag verändert und ich kann über bestimmte Gedanken von damals nur noch den Kopf schütteln. Ich bin überzeugt, dass Gott auch mit dir eine einzigartige Geschichte schreiben will.. Ich hoffe, dass es dir hilft dass ich meine Geschichte mit dir geteilt habe und du dich nun selber auf die Suche nach der Wahrheit und deinem Ausweis für den Himmel machst.  

André Hinderer 
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